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Jahreshauptversammlung 2019

Der VfL Bad Berleburg ehrte Biathletin Lilli Bultmann, Taekwondo-Ass Batul El-Cheikh und die U18-Volleyballerinnen. (SZ-Foto: Martin Völkel)

VfL ehrte Bultmann, El-Cheikh und die Volleyballerinnen

Sie bekamen im voll besetzten Gasthof „Hof Mühlbach“ allesamt viel Beifall für besondere Leistungen: Der VfL Bad Berleburg kürte am Dienstagabend im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung Biathletin Lilli Bultmann und Taekwondo-Ass Batul El-Cheikh zu den Sportlerinnen des Jahres 2018. Lilli Bultmann bringe alle Voraussetzungen mit, „um eine ganz große Sportlerin zu werden“, sagte Heinz Schwarz in seiner Laudatio. Stefan Kroh bescheinigte Kampfsportlerin Batul El-Cheikh, die in Griechenland Vizeweltmeisterin geworden war, „dass sie in den Wettkämpfen regelrecht explodiert“. Nachwuchs-Mannschaft des Jahres 2018 wurden die U18-Volleyballerinnen des Vereins. Trainer Jürgen Reinhard habe mit Emma Althaus, Albina Klaus, Marie Meinecke, Lara Böttger, Melani Kunz, Marie Trendelenburg, Arzana Dashi, Jana Lauber, Marie Homrighausen und Ana Lovric „den nächsten Spitzenjahrgang in der VfL-Talentschmiede hervorgebracht“, fand Eberhard Kießler. Für außergewöhnliches Engagement im Verein und besondere Leistungen erhielt Taekwondo-Abteilungsleiterin Sandra Gelbach die VfL-Ehrennadel in Silber, ihr Kampfsport-Mitstreiter Eddy Mertins wurde mit der Ehrennadel in Bronze dekoriert. Und nicht zuletzt wurden zwei Urgesteine aus der Tischtennis-Abteilung zu Ehrenmitgliedern ernannt. Helmut Munder spielte jahrelang auf hohem Niveau in der „Ersten“ und setzte sich für die Nachwuchsarbeit ein. Gert Nußholz übernahm als Spieler auch im Abteilungsvorstand Verantwortung. Die langjährigen Mitglieder des VfL sollen in einer separaten Veranstaltung geehrt werden.

Von Martin Völkel


VfL setzt große Hoffnung in Modernisierung der Sportanlagen am „Stöppel“

„Es geht nur Hand in Hand“ / Vorsitzender Eberhard Kießler wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung bestätigt. / Beitragserhöhung ist alternativlos.

Bad Berleburg. (vö) Eberhard Kießler strich gleich zu Beginn der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung des VfL Bad Berleburg am Dienstagabend im „Hof Mühlbach“ heraus, worauf es bei einem Sportverein ankommen sollte: Sportler und Mannschaften des VfL seien in 2018 ganz im Sinne des Vereinsmottos „aktiv und bärenstark“ unterwegs gewesen, unterstrich der Vorsitzende in seinem Jahresbericht. Volleyballerinnen, Taekwondo-Abteilung, die Biathleten, Leichtathleten und nicht zuletzt die Landesliga-Fußballer hätten den Verein ganz hervorragend vertreten.

Dabei wusste der Vereins-Chef, bei wem er sich – neben den Athleten – im Namen des Vorstandes zu bedanken hatte: „Das waren alles hervorragende Leistungen, die ohne den Einsatz der Trainer und Betreuer sowie Eltern nicht möglich wären.“ Aus den Jahresberichten der Abteilungen ging hervor, dass speziell im Nachwuchs-Bereich eine ausgezeichnete Arbeit geleistet wird. Eberhard Kießler erinnerte daran, „dass unsere Abteilungen, Vorstände und Trainer eine wichtige gesellschaftliche Funktion mit entsprechender sozialer Kompetenz und Verantwortung übernehmen“.

Der Vorsitzende richtete seinen Blick allerdings auch über den Tellerrand hinaus. Voraussetzung für die Zukunftssicherung sei auch eine zeitgerechte Infrastruktur der Sportstätten. Sehr positiv seien insoweit die der Stadt Bad Berleburg zugewiesenen Fördermittel des Bundes in einer Größenordnung von einer Mill. Euro für Sportplatz, Sporthalle und Rothaarbad auf dem „Stöppel“. Der Vorsitzende bezog klar Position: „Die marode Tribüne, der zerstörte Zaun um den Platz und der Bauzustand des Mehrzweckgebäudes ebenso wie die Laufbahn sind fällige Instandsetzungen, um die Sportanlage auch für die starke Nutzung durch die Schulen zu sichern.“

Auch der Kunstrasen werde in den nächsten Jahren zu erneuern sein. Gespräche mit der Stadt seien begonnen – und sie müssten intensiviert werden. Es sei notwendig, gemeinsam einen vernünftigen Investitionsplan zu entwickeln und so zeitnah wie möglich umzusetzen: „Es geht nur Hand in Hand mit der Stadt. Der VfL engagiert sich heute schon und wird das auch in Zukunft tun müssen.“

Der Vorsitzende bereitete die Mitglieder darüber hinaus auf eine 15-prozentige Erhöhung der Beiträge vor. Denn: Eine solide Finanzbasis des Vereins sei für die Zukunftssicherung ebenfalls unabdingbar. Inzwischen seien die Hallennutzungsgebühren für den Verein auf über 10 300 Euro im Jahr gewachsen, auch die Nutzung der Aula der Realschule schlage mit jährlich rund 2000 Euro zu Buche. Und nicht zuletzt trage der VfL zu einem großen Teil die nicht unerheblichen Energiekosten für das Mehrzweckgebäude und den Sportplatz auf dem „Stöppel“. Natürlich sei der Verein zum jetzigen Zeitpunkt finanziell noch gut aufgestellt, so Eberhard Kießler, „aber wir wollen ein abnehmendes Rücklagen-Volumen verhindern“.

Nicht zu vergessen der Aspekt, dass die Belastungen auf weniger Schultern zu verteilen sind. Geschäftsführer Uwe Döbbert vermeldete 2018 einen Mitglieder-Rückgang von 1576 auf 1547: „Diese Tendenz hält leider an.“

Vorstandswahlen

Das Thema Vorstandswahlen war rasch erledigt: Der Vorsitzende Eberhard Kießler wurde ebenso in seinem Amt bestätigt wie Sozialwartin Silke Klinkert und Sportabzeichenobmann Michael Boer.

Von Martin Völkel

Siegener Zeitung (Mittwoch, 19. Juni 2019)