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Jahreshauptversammlung 2018

Leichtathletin Malin Böhl (2. v. l.) ist die VfL-Sportlerin des Jahres. Außerdem überreichte der Vorstand den Volleyballerinnen die Urkunden zur Mannschaft des Jahres. (SZ-Foto: Ann Kathrin Berge)

VfL will mit der Zeit gehen

Größter Sportverein sieht Zukunftsgestaltung als Gemeinschaftsaufgabe / Volleyballerinnen wurden zur Mannschaft des Jahres gekürt, Leichtathletin Malin Böhl ist die Sportlerin des Jahres.

Bad Berleburg. (aber) Die sportliche Saison neigt sich ihrem Ende zu und für den VfL Bad Berleburg wurde es Zeit, gemeinsam einen Blick zurück zu werfen auf vergangene Monate, auf Momente voller Glück und sportliche Erfolge, aber auch auf Leistungstiefs, prägende Ereignisse und Erfahrungen. Im Rahmen ihrer 48. Jahreshauptversammlung am Dienstagabend im Hof Mühlbach versammelten sich die sportbegeisterten Mitglieder der neun Abteilungen sowie der Vorstand, um einen Strich unter die Saison 2017/18 zu ziehen.

Der VfL als größter Sportverein in Wittgenstein zählt derzeit knapp 1600 Mitglieder, verteilt auf neun verschiedene Abteilungen bei 13 angebotenen Sportarten. Über 60 Übungsleiter übernehmen gemeinsam mit Vorständen und Trainern eine wichtige soziale und gesellschaftliche Rolle im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Ein besonderer Dank seitens des Vorsitzenden Eberhard Kießler und seiner Vorstandskollegen ging neben den Trainern auch an Eltern und Betreuer, ohne die eine solche Leistung wie in diesem Jahr schlicht und einfach nicht möglich gewesen wäre.

Stichwort Leistung: Die haben die VfL-Sportler getreu ihrem gemeinsamen Motto "aktiv und bärenstark" auch diesmal wieder abliefern können. Einige Ausschnitte: Die Handball-Abteilung unter der Leitung von Andre Kloos profitierte in diesem Jahr vor allem von einem Nachwuchs-Boom. Zwei Jugend-Mannschaften mit rund 20 bis 30 Spielern können die Handballer derzeit stellen. Mit dem Fokus auf Integration der jüngeren Spieler gelang außerdem die Meisterschaft in der Kreisklasse Süd.

Die erste Mannschaft des VfL-Fußballer sicherte sich nach dem Aufstieg souverän den Klassenerhalt in der Landesliga. Ihren festen Platz in den Jahres-Höhepunkten des VfL hatten wieder die Volleyballerinnen. In der abgelaufenen Saison gelang ihnen der erneute Aufstieg von der Bezirksliga in die Landesliga. Außerdem sicherten sich die Ballkünstlerinnen den Sieg beim Kreispokal 2017 und schafften es sogar in die Finalrunde im Bezirkspokal. Keine Überraschung also, dass Eberhard Kießler den Sportlerinnen und Trainer Matthias Winter den Titel Mannschaft des Jahres überreichen konnte. "Ehrgeiz, Disziplin und Teamgeist" lautete das Motto der Damen auf dem Spielfeld. "Jetzt können sie sich aber erstmal in Ruhe im Glanz ihrer Trophäen sonnen", freute sich der Vorsitzende.

Auch aus der Leichtathletik-Abteilung ließ sich nur Positives vernehmen: Neben tollen Leistungen der VfL-Athleten auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene ließ sich auch hier eine Sportlerin des Jahres küren: Malin Böhl, bereits seit acht Jahren in den Reihen des Sportvereins aktiv, bekannt für Trainigsfleiß und Strebsamkeit, räumte auch in diesem Jahr wieder so einiges an Erfolgen ab: Als mehrmalige Kreismeisterin sowohl in Einzeldisziplinen als auch im Mehrkampf sowie Westfälische Vizemeisterin im Block Wurf verdiente sich das junge Talent den Titel als Sportlerin des Jahres absolut.

Dieses Leistungsniveau sowie die Zukunftsfähigkeit und -sicherung steht und fällt mit den Mitgliedern, das wusste auch der Vorstand um Eberhard Kießler. Genau wie viele andere Vereine erfährt auch der VfL einen moderaten aber stetigen Mitgliederschwund. Gegenüber des Vorjahres verringerte hat sich der Mitgliederbestand von 1584 (3. Januar 2017) auf nunmehr 1576 (5. Januar 2018). Eine Tendenz, die sich leider fortsetzt. "Wir müssen gemeinsam unsere Zukunftsfähigkeit sichern", appellierte der Vorsitzende, "Dies ist nur möglich, wenn verschiedene Themenkomplexe weiterhin kontinuierlich thematisiert und angepasst werden.".

Dazu zähle unter anderem die Aktualisierung des Sportangebots, die Sicherung von ehrenamtlichen Übungsleitern und Betreuern und die Instandhaltung der Sportstätten – unter anderem auf dem Stöppel. Auch die Integration von Flüchtlingen solle demnächst innerhalb des Vereins zum Thema werden.

Sportabzeichenobmann Michael Boer ließ im weiteren Verlauf der Versammlung in Abwesenheit berichten von der Sportabzeichenabnahme im vergangenen Jahr. Im Stadtgebiet Bad Berleburg wurden insgesamt 862 Sportabeichen abgelegt, den größten Anteil brachten dabei die Schulen. 180 Abzeichen gingen an die sieben teilnehmenden Vereine im Stadtgebiet, 57 davon zum VfL

Beim Tagesordnungspunkt Wahlen standen beim VfL keinerlei Veränderungen auf dem Programm: Ulrich Hansel, 2. stellv. Vorsitzender, wird sein Amt auch in den nächsten Jahren ausführen, ebenso Geschäftsführer Uwe Döbbert.

Immer ein Höhepunkt bei einer Jahreshauptversammlung: Langjährige Mitglieder des VfL Bad Berleburg wurden am Dienstagabend für ihre Vereinstreue ausgezeichnet. (SZ-Foto: Ann Kathrin Berge)

Zahlreiche Ehrungen für langjährige VfL-Mitgliedschaft

Ein Höhepunkt der Jahreshauptversammlung im Hof Mühlbach waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder im VfL Bad Berleburg:

Ehrungen beim VfL Bad Berleburg

Mannschaft des Jahres:
1. Damen-Volleyballmannschaft des VfL Bad Berleburg

Sportlerin des Jahres:
Malin Böhl (Leichtathletik)

60 Jahre:
Horst-Heinrich Müsse und Karl-Heinz Lückel

50 Jahre:
Karl-Heinz Kriegeskorte und Franz-Josef Kühnert

40 Jahre:
Christoph Bald, Thomas Bald, Dr. Ekkehard Seidel, Kerstin Zumrodde, Bernd Brömmeling, Inge Marburger, Thomas Winter, Heike Reinhard, Brigitte Krain, Horst Reinhard, Jürgen Reinhard, Klaus Meyer, Uwe Brockhaus, Uwe Haber, Michael Knebel und Markus Hentschel

25 Jahre:
Gudrun Dickel, Leni Will, Steffen Richter, Lynne Hartmann, Bernd Schneider, Andre Kloos, Dieter Becker und Christoph Knie

Von Ann Kathrin Berge

Siegener Zeitung (Donnerstag, 7. Juni 2018)